BAUMPFLANZUNG DANZIG

Tree Planting Project – Joint Project of Friendship Link SI Club Gdansk and SI Club Koeln-Roemerturm

As the president of SI European Federation announced the theme “Let’s go green- working for a healthy environment”, both SI Friendship Link Club Gdansk, Poland and Club Koeln-Roemerturm, Germany decided that it is our responsibility to show how our organization takes care of the environment. The idea was born to plant trees by our two clubs as a mutual project. We are going to realize this project at the University of Gdansk, which welcomed our initiative of planting nine trees on its new campus. This supported their plans of establishing a park for students. Thus, our plans empowered the eco friendly aim of the University. Our Gdansk event of planting trees is to become aware that trees are Guardians of the Earth.

Club Köln-Römerturm: „Bäume für den neuen Campus der Universität Danzig“
Vom 10. bis 12 April 2015 trafen sich über 50 Soroptimistinnen in Danzig, um nach dem europäischen Ziel „Lets go green – working for a healthy environment“ sechs Bäume auf dem neuen Campus vor der Bibliothek der Universität Danzig zu pflanzen.
Es handelt es sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt vom SI First Club Danzig und dem SI Club Köln-Römerturn in Kooperation mit der Universität Danzig. Die Bäume sind Teil eines Parks für die Studenten. Die Universität Danzig will u. a. damit ein Zeichen gegen die globale Erwärmung der Erde setzen und einen nachhaltigen ökologischen Impuls geben.

Bäume sind die Wächter der Natur. In gemeinsamen Beratungen beider Clubs wurde entschieden, zwei Eichen, zwei Ahorn Bäume und zwei Ginkos zu pflanzen. Eichen sind dafür bekannt, dass sie eine hohe Vielfalt an Insekten beherbergen können; sie sind ein Symbol für die Ewigkeit. Ahorn-Bäume und Ginkos wurden wegen ihrer mythischen Eigenschaften ausgewählt: sie symbolisieren weltweit Beständigkeit, Schutz und Lebenskraft.
An dieser Aktion haben sich weiterhin die Polnische Union und Mitglieder verschiedener polnischer SI Clubs beteiligt. Als Ehrenmitglied des SI First Club Danzig nahm Danuta Walesa teil. In dem anschließenden Interview beantwortete sie eindrucksvoll Fragen u. a. zu ihrem Leben mit dem früheren Solidarnosc-Führer und polnischen Präsidenten Lech Walesa und ihren acht Kindern. 2011 ist ihre Autobiographie erschienen. Teile daraus wurden auch für einen Film verwendet, in dem u. a. gezeigt wird, wie wichtig die Rolle von Frau Walesa als First Lady (1990 bis 1995) in Polen war. Frau Walesa nimmt an vielen Veranstaltungen der polnischen Soroptimistinnen teil und unterstützt verschiedenste Projekte der polnischen SI Clubs mit großem Erfolg.
Im Rahmen des Erfahrungsaustausches der Clubs wurden von Katarzyna Piszczako-Palasz (SI First Club Danzig) und Maria Klaas (SI Club Köln-Römerturm) die aktuellen Projekte beider Clubs vorgestellt und diskutiert.
Die Veranstaltung war mit einem kulturellen Rahmenprogramm verbunden. In zwei hervorragenden Ausstellungen zeigten die Künstlerinnen Ksenia Bagniewska (SI First Club Danzig) und Marie Luise Salden (SI Club Köln-Römerturm) ausgewählte Kunstwerke und erläuterten ihre Arbeiten.
Besonders eindrucksvoll war die Führung durch das neue europäische Solidaritäts-Zentrum in Danzig. In einer Dauerausstellung wird dort in imposanter Weise die Entwicklung von den ersten Streiks auf der Danziger Werft bis hin zur demokratischen Ordnung Polens dargestellt.
Eine rundum gelungene Aktion, die den seit 2009 bestehenden Friendship Link zwischen den beiden SI Clubs Danzig und Köln-Römerturm nachhaltig beeinflussen wird.

Maria Klaas                                                                             Margret Böckler
SI Club Köln-Römerturm                                                         SI Club Köln-Römerturm

 

DER SACK e.V.

Wie hilft der Sack?
Es ist sicherlich nur wenigen Mitbürgern bewußt, dass in unserer Stadt zigtausend Menschen unterhalb der Armutsgrenze leben.

Diesen Menschen, evtl. sogar dem Nachbarn von nebenan, will der Verein " Helfen durch Geben - Der Sack e.V. " helfen. Für die Unterstützung ist die Lebenssituation, Nationalität, Religion etc. des Notleidenden unbedeutend. Entscheidend ist die prekäre Situation der betreffenden Person wobei die Würde des Betroffenen gewahrt bleiben soll.
Zur Zeit werden an diesen Personenkreis, d.h.1000 Anschriften, hinter denen ca. 3500 Personen, plus eine Förderschule plus ein Heim für Aids-Kranke, stehen, Lebens- und Nahrungsmittel im monatlichem Wechsel geliefert. Die Bedürftigkeit der Empfänger wird ständig geprüft.
Zunehmend an Bedeutung gewinnt die Belieferung von Kindergärten mit kindgerechter Nahrung. Es ist erschreckend feststellen zu müssen, dass tagtäglich eine Vielzahl von Kindern ohne Frühstück in diese Einrichtungen geschickt werden. Der Sack e.V. liefert im monatlichen Wechsel an 850 Empfangsadressen und 16 Kindergärten Lebensmitteln an die, die es am nötigsten brauchen. 
Neben dem Ansatzpunkt - Helfen durch Geben - sind wir seit kurzem auch im Bereich - Hilfe zur Selbsthilfe - aktiv. Dort wo erfolgversprechend unterstützen wir unsere Empfänger in den Bereichen ärztliche Betreuung, Schuldnerberatung, Arbeitsplatzvermittlung, allgemeine soziale Hilfe sowie Beratung durch Vermittlung an professionelle Dienstleister und Einrichtungen.
Ein weiterer Ansatzpunkt des Sackes:  Vermittlung unseres " Know How " und Erfahrungsaustausch mit interessierten Kommunen außerhalb Kölns.
Es ist sicherlich für jedermann einsichtig, dass, trotz ehrenamtlicher Mitarbeit sowie Engagement, die Bewältigung dieser Aufgaben dennoch finanzielle bzw. materielle Hilfe erfordert.

Weitergehende Informationen: www.sack-ev.de

Wir unterstützen dieses Kölner Projekt "Helfen durch Geben - Der Sack e.V." auch über die Spendenplattform betterplace.org im Internet. Ihre Spende kommt auf schnellem Weg zu den Projektträgern, ohne Abzüge und Verwaltunsgskosten. Unterstützen Sie unser Projekt - herzlichen Dank!

 

FRAGEBOGEN FÜR SCHWANGERE FLÜCHTLINGE AUF ARABISCH, KURDISCH, FARSI

Name des Projektes: 
Übersetzter Schwangerenanamnesebogen gemäß Mutterschaftsrichtlinie in exakter Anlehnung an den Fragebogen im deutschen Mutterpass.
Kostenloser Download hier

Ziel des Projektes:

Risikoevaluation in der Frühschwangerschaft ohne die zwingende Notwendigkeit eines Übersetzers in der gynäkologischen Schwangerensprechstunde beim Primärkontakt von schwangeren Flüchtlingen.
Zielgruppe:  Patientinnen ohne Deutschkenntnisse mit den Muttersprachen Arabisch, Kurdisch, Farsi . Daraus folgend der weitere ärztliche Maßnahmenkatalog für die weitere Schwangerenvorsorge. Entscheidungshilfe ggf. einen Übersetzer bei Risikopotential laut Fragebogen hinzuzuziehen.
Unterstützung der Gynäkologen/innen bei der Erstversorgung von schwangeren Migrantinnen  und Flüchtlingen.

Dauer des Projektes:
Der erste Fragebogen wurde im März 2016 online gestellt. Die weiteren 2 Fragebögen folgten nach und nach. Die Fragebögen werden im Clubshop SI-Köln-Römerturm (s.a. Link unten)  weiter zum Download zur Verfügung stehen, da ein Ende der Problematik nicht in Sicht ist.
Die Sponsorengelder werden in clubeigene Initiativen zur Flüchtlingshilfe fließen. Eine bestimmte Terminierung ist bis dato nicht vorgesehen.

Highlights:

  1. Die Hilfe ist effektiv für die Ärzte und die Patientinnen
  2. Die Sponsoren konnten Ihre Marken unter dem Aspekt der social corporate responsibility (SCR) hervorragend präsentieren und wurden aufmerksam auf SI.
  3. Über einen großen gynäkologischen Mailverteiler konnte SI in einem fachlichen Kontext bekannt gemacht werden.
  4. Verlinkung mit der WDR Seite für Flüchtlinge „Wdrforyou“ von der Journalistin Isabel Schayani hat den PR – Radius für SI erweitert.
  5. Die Sponsorenbeiträge von 2500,- Euro können für Flüchtlingsprojekte investiert werden.
  6. Insgesamt ist das Projekt ein Beispiel für Win Win auf allen Seiten: Patientinnen, Ärzten, Sponsoren und SI. Das Sponsoring kann bei null Kosten (onlinebasierte Arbeit der Clubschwestern, die Übersetzer arbeiteten ehrenamtlich) zu 100% für SI Projekte verwendet werden.
  7. Das SI Netzwerk hat funktioniert! Die Übersetzer-innen wurden durch eine Clubschwester vom Club Köln Kolumba vermittelt.

LICADHO PRISON PROJECTS

Nach dem kambodschanischen Gefängnisgesetz können Kinder bis zum dritten Lebensjahr bei ihren Müttern bleiben. Oft bleiben sie jedoch länger. Ihre grundlegendsten Rechte werden Kindern im Gefängnis oft vorenthalten. Die Strafvollzugsbehörden stellen pro Kind pro Tag nur noch 1400 Riel (0,35 USD) für Lebensmittel und andere Grundbedürfnisse zur Verfügung.

Frauen in Kambodscha werden oft vor dem Prozess inhaftiert; Untersuchungshaft ist eher die Norm als die Ausnahme. Die kambodschanische Liga für die Förderung und Verteidigung der Menschenrechte (LICADHO) bietet einer wachsenden Zahl von Säuglingen und schwangeren Frauen hinter Gittern zusätzliche Nahrungsmittel und materielle Unterstützung. In den 18 von LICADHO überwachten Gefängnissen gibt es derzeit mehr als 140 Kinder und etwa 23 schwangere Frauen. Dies ist ein erheblicher Anstieg gegenüber den letzten Jahren.

LICADHO benötigt finanzielle Mittel, um den Frauen und Kindern monatlich lebensnotwendige Lebensmittel und Hygienematerial zur Verfügung stellen zu können.

Der LICADHO-Bericht „Mütter hinter Gittern: Die Auswirkungen der Inhaftierung auf Frauen und ihre Kinder“ (englisch) soll das Bewusstsein für die gesundheitsgefährdenden und manchmal verheerenden Auswirkungen einer Inhaftierung einer Mutter auf ihre Kinder schärfen.

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Under Cambodian prison law, infants can stay behind bars with their mothers until the age of three. They often stay longer. In prison, children are often deprived of their most basic rights. Prison authorities only allocate an additional 1400 riel ($0.35) per day per child for food and other basic needs.

Woman in Cambodia are often imprisoned before trial; pre-trial detention is the norm rather than the exception. The Cambodian League for the Promotion and Defense of Human Rights (LICADHO) provides extra food and material support to growing numbers of infants and pregnant women behind bars. There are currently more than 140 children and about 23 pregnant women in the 18 prisons that LICADHO monitors, which is a substantial increase on recent years.

LICADHO requires funds to provide essential food and hygiene materials to our clients on a monthly basis.

LICADHO’s report “Mothers Behind Bars: The Impact of Detention on Women and their Children” seeks to raise awareness of the harmful, and sometimes devastating, impact a mother’s imprisonment can have on her children.

MENTORING-PROGRAMM SID

Dieses Projekt von SI Deutschland fördert jungen weiblichen Führungsnachwuchs seit 2003 mit dem Ziel,

• junge Frauen mit Führungspotential zu fördern
• sie für Managementpositionen vorzubereiten
• sie zu ermutigen, Beruf und Familie zu vereinbaren
• junge, engagierte Frauen für SI zu begeistern

Wir unterstützen dieses Projekt mit Spenden sowie persönlicher Unterstützung durch eine unserer Clubschwestern als Mentorin.
Beim letzten Durchgang wurde dieses Projekt auf europäischer Ebene durchgeführt – Deutschland, BeNeLux und Schweden.

Infobroschüre Mentoring-Programm

SOLVATTEN

„Solvatten“ (wörtlich übersetzt: „Sonne-Wasser“) ist eine schwedische Erfindung, bei der in einem robusten, langlebigen sowie recycelbaren10-Liter-Kunststoff-Kanister in­nerhalb weniger Stunden durch die Einwirkung von Sonnenenergie verschmutztes Wasser in sauberes Wasser umgewandelt werden kann. Sauber heißt, dass es wirklich frei ist von Keimen aller Art, die z.B. Durchfall, Salmonellen und Cholera hervorrufen können. Einzigartig an Solvatten ist zudem, dass es auch gleichzeitig, das Wasser bis zu etwa 70 Grad erhitzt. Das spart Zeit, Energie, Geld und schont die Umwelt. Die Er­finderin, Petra Wadström, hat eine lange Reihe von Auszeichnungen erhalten, u.a. den re­nommierten Polhem Prize der „Swedish Association of Engineers“.  (Siehe auch Artikel in SI-Intern Nr. 157, S.19)

www.solvatten.se

Seit dem 01.10.2012 gibt es das „Solvatten-Programm“ der schwedischen Union. In dieser Zeit (bis 31.05.18) haben die 6 fleißigen schwedischen Sorores dieser Gruppe 1.519 „Solvatten-Kanister“ hauptsächlich in afrikanische Länder, aber auch nach Nepal versandt, z.B.: 575 nach Tansania (davon 318 an das „Ihushi-Pro¬jekt“), 504 nach Kenia, 104 nach Gambia, 36 nach Sierra Leone, 36 nach Mali, einige in den Kongo und 79 nach Nepal.

Ermöglicht wurde der Kauf und Versand dieser stolzen Anzahl an Kanistern durch Spenden (insgesamt 155.000 €) von verschiedenen schwedischen Clubs, einem finnischen Club, vier deutschen Clubs sowie diversen Spenden von Privatpersonen. Alleine unser Club Köln-Römerturm hat in den letzten Jahren 5.000.-€ gespendet und damit den Versand von ca. 50 Kanistern an bedürftige Familien ermöglicht. Diese Kanister gingen überwiegend an das erfolgreiche „Ihushi-Projekt“ IDC (Ihushi Development Center) in Tansania (siehe auch SI-Intern Nr. 162, S. 24, sowie die gerade aktualisierte Internetseite mit Informationen zu dem Einsatz von Solvatten im IDC: Internetauftritt IDC

Im Februar 2018 konnte sich eine Gruppe schwedischer Frauen, darunter auch Berit Bengtsson von der „Solvatten-Programm-Gruppe“, in Tansania von der hervorragenden Arbeit vor Ort, die insbesondere durch den Projektleiter Herrn Emmanuel Bugabe, ermöglicht wird, überzeugen. Die wichtigsten Vorteile, in deren Genuss die Besitzer eines Kanisters unmittelbar kommen und die der Grund dafür sind, weshalb noch viele Familien mehr nach einem Kanister fragen, lauten wie folgt:
•    Verbesserung des Gesundheitszustandes, insbesondere der Kinder durch Rückgang der Durchfallerkrankungen.
•    Sinkende Ausgaben für Medikamente.
•    Minderung der Brennstoffkosten bis zu 80%, da durch die Kanister gleich¬zeitig Koch- und Badewasser erhitzt wird.
•    Eine Verringerung des CO-2-Austosses, da weniger Holz verbrannt bzw. Brennstoff verbraucht wird.

Nach der Verleihung eines SI-Best-Practice-Awards beim Europa-Kongress in Berlin 2013, dem UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) Lighthouse-Award im Oktober 2015 sowie der nochmaligen Präsentation beim Europa-Kongress in Florenz 2017 befindet sich dank des unermüdlichen Einsatzes der Solvatten-Programm-Gruppe unter der Leitung von Martha Björnström das „Solvatten-Programm“ weiterhin auf Erfolgskurs.

„…von Frauen für Frauen…“! Denn Frauen profitieren von der erleichterten Wasserversorgung doppelt:
•    Sie sparen Zeit und Geld, die sie nun für Bildung (Mädchen) oder für den Einkommenserwerb (Frauen) verwenden können.
•    Sie werden darüber hinaus vor der Entgegennahme eines Kanisters zu den Themen Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt geschult.      

Weitere aktuelle Infos finden sich auch unter:

http://www.soroptimisteurope.org/swedens-union-project-solvatten-safe-water-from-women-to-women/

Wegen der anhaltend guten Nachfrage werden Clubs gesucht bzw. ermuntert:
•    Entweder das Projekt durch finanzielle Spenden zu unterstützen (ein Kanister, incl. Versand und Schulung, kostet ca. 100.-€).
Soroptimist Konto bei NORDEA
IBAN: SE95 9500 0099 6034 0657 1178, BIC-code SWIFT: NDEASESS.

•    Oder bei Interesse selbst ein „Solvatten-Projekt“ zu betreuen, d.h. die schwedische Projektgruppe zu entlasten und selbst die Kanister zu verschicken.

Bei Interesse bitte direkt Kontakt aufnehmen mit Jytte Roos, Internationale Kontakte: jytte.roos[at]tele2.se

Auf dem Europa-Kongress in Berlin vom 12-14.07.13 hat dieses Projekt den „Best Practice Award“ erhalten (Program Goal 5): „Address the specific needs of women and girls by improving environmental sustainability and mitigaiting effect of climate change and disasters.”

    

"STIPENDIUM" SAYURI TANABE

Projekt: Künstlerin aus Hiroshima

In Zusammenarbeit mit unserem japanischem friendship link in Kanazawa haben wir der jungen  japanischen Künstlerin, Sayuri Tanabe, einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Köln ermöglicht. Einer der Interessen- und Arbeitsschwerpunkte von Sayuri Tanabe liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Während ihres Aufenthaltes (vom 11.07. bis 25.09.14) hat sie nicht nur die Verlegung der Stolpersteine begleitet und verschiedene Museen und Vorträge zu diesem Thema besucht, sondern auch die relevanten Stätten in Berlin und Ausschwitz gesehen.

Nach den Künstlerinnen Sachi o Kondo und Helga Weihs war dies bereits das dritte Künstlerinnen-Stipendium, das wir mit unserem friendship link in Kanazawa in den letzten 10 Jahren erfolgreich umgesetzt haben.

Artikel für Soroptimist Intern (veröffentlicht in SI Intern Nr.159, April 2015)

Kulturprojekt für eine japanische SI Stipendiatin.

Mit unserem Friendship Link, SI of Kanazawa/Japan, konnten wir im Sommer 2014 gemeinsam einen 10-wöchigen Stipendiumsaufenthalt für Sayuri Tanabe in Deutschland durchführen. Die 24-jährige Sayuri aus Hiroshima studierte bis Januar 2015 Malerei an der Staatlichen Kunst-Akademie Kanazawa/Ishikawa Präfektur im zweiten Studienjahr, das sie mit ihrem Master-Abschluss inzwischen erfolgreich beendete.

Seit Bestehen unseres FL im Jahr 1999 ist sie nach Sachiho Kondo und Helga Weihs die dritte junge von uns gemeinsam geförderte Künstlerin, wobei wir die Kandidatin abwechselnd aus unseren Städten auswählen.

Angeregt durch das Werk „Atlas“ von Gerhard Richter entstand in ihr der brennende Wunsch, in Deutschland unserer Bewältigung des Holocaust durch direkte Erfahrung verschiedener Orte nachzuspüren. So wählte sie dieses tiefgreifende Projekt für ihren Stipendiums Aufenthalt.

Unsere Programmgestaltung ermöglichte ihr Einblick in die erschütternde NS-Dokumentation wie auch in unsere unermüdlichen und vielseitigen nationalen und persönlichen Schritte zur Versöhnung und Wiedergutmachung seit Ende des 2. Weltkriegs. U.a. besuchte sie das EL-DE Haus mit seinem NS-Dokumentationszentrum, Germania Judaica, das Haus der Geschichte, zahlreiche Gedenkstätten wie das Jüdische Museum in Frankfurt/M., ferner Jüdische Gedenkstätten in Berlin und das Konzentrationslager in Auschwitz.

Sie erlebte zwei Verlegungen von Stolpersteinen in Köln (gesponsert durch unseren Club). Besonders bewegend war am 24. Juli 2014 das Interview und der Bericht einer Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, der 92-jährigen Jüdin aus Frankfurt/M., Frau Trude Simonson, für uns alle, die ihr zuhören durften.

Sayuri übergab für das entstehende Internationale Friedenszentrum in Auschwitz einen Stein mit ihrem Namen, den sie im Hiroshima Friedenspark aufgehoben hatte.

Ihrem verständlicherweise grossen Interesse an zeitgenössischer Kunst konnte sie in der breit gefächerten Museums- und Galerien-Landschaft in und um Köln, Düsseldorf und vor allem in Berlin nachgehen. Erfreut nahm sie daneben Einladungen unserer gastfreien Clubschwestern in deren Familien und zu Ausflügen an.  Unsere gegenseitigen Sympathien halfen jederzeit über bestehende Sprachschwierigkeiten hinweg.

Auch das ist zu erwähnen: Durch Eigenleistung einiger Sorores lagen die Kosten für unseren Club bei 1.675,- Euro.

Das Fazit für Sayuri Tanabe: neben all den die Seele belastenden und tief bewegenden Einblicken in den Holocaust und ihren Studien der historischen Entwicklungen, lernte sie die einmalige Stadtkultur von Köln mit ihrer Kunstszene, dem Dom, den Veedeln und der deutschen Küche lieben.  Es war für sie und uns Sorores mit ihr eine sehr intensive und reiche Zeit, die ihre Früchte im weiterführenden transkulturellen Dialog, und im besonderen in der persönlichen Annäherung und Verbundenheit tragen wird.

Wir dürfen gespannt sein, wie diese aufgeschlossene junge Künstlerin ihre Eindrücke zukünftig in ihrer Kunst sichtbar machen wird und dadurch KünstlerInnen in ihrer Heimat inspiriert.

Im Februar 2015 zeigte das Kunstmuseum Für das 21. Jahrhundert in Kanazawa/Japan Werke von Sayuri Tanabe in der Ausstellung der Graduierten der Kunstakademie in Kanazawa.

Marie-Luise Salden, Club Köln-Römerturm

STOLPERSTEINE

Bei den Stolpersteinen handelt es ich um ein seit Jahrzehnten international renommiertes Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das in Köln seinen Ursprung hat. Im Andenken an während der NS-Zeit verfolgte ausländische Zwangsarbeiterinnen, die in Köln arbeiten mußten, möchten wir vier Stolpersteine finanzieren. Es wird mit einer Schulklasse zusammen gearbeitet werden, die auch bei der Steinlegung mit anwesend sein sollen.

Am Montag, den 01.09.14 wurde der erste Stolperstein für Nina Sawina in der Immermannstr. 53 in Köln verlegt.

Der zweite und dritte Stolperstein wurden am Dienstag, den 02.09.14, in der Roonstr. 31 verlegt. Dies geschah zusammen mit der Verlegung des 2.000 Stolpersteins in Köln. Die Inschrift gedenkt an den in den Niederlanden ermordeten Widerständler Ernst Cahn. Die von unserem Club gespendeten Stolpersteine erinneren an Cahns Schwester Luise und deren Tochter Mirjam.

Stolpersteinverlegung am 22.10.15 für Elisabeth Jansen .



 


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