Corona deckt auf: Frauen-Altersarmut in Köln

Soroptimist International Club Köln-Römerturm hilft spontan

 

Elke Böhme-Barz, Leiterin des Stiftungszentrums im Erzbistum ©Beatrice Tomasetti (DR)

Eine spontane Spende übergab der SI Club Köln Römerturm an die Kölsch Hätz-Stiftung, als er vom akuten Lebensmittelbedarf hochaltriger Frauen im Frühsommer 2020 erfuhr.

Alleinstehende Frauen im Alter von 80+ Jahren sind durch Corona verängstigt, haben oft wenig Kontakte, es fehlt auch finanzielle Hilfe. Die Rente reicht nicht mehr, preiswerte Lebensmittelquellen waren nicht erreichbar oder geschlossen. Oft waren die Frauen seit Wochen nicht mehr bei der Bank, um Bargeld zu holen. Die Hilfe von Nachbarn „ich kaufe Ihnen gerne etwas ein“ wird abgelehnt, weil die Scham zu groß ist, zuzugeben, dass kein Geld vorhanden ist. Städtische Seniorenberater und ehrenamtliche Helfer meldeten Ende April diese Situation der Nachbarschaftshilfe Kölsch Hätz. Daraufhin organisierte Kölsch Hätz zeitnah 10.000 Lebensmittel-gutscheine im Wert von 20 Euro und verteilte diese an die hilfebedürftigen Frauen. Kölsch Hätz ist gut vernetzt in den Veedeln und nutzte dazu seine Logistik mit 700 ehrenamtlichen Helfern. Finanziert wurde diese Aktion mit einem Spendenaufruf:Soroptimist International Club Köln-Römerturm gehörte spontan zu den Spendern.  

Eine weltweite Stimme für Frauen – so lautet ist das Leitmotiv des Frauennetzwerkes Soroptimist International. Altersarmut von Frauen ist ein noch wenig bekanntes und ein eher unsichtbares Phänomen unserer Gesellschaft.

 

Elke Böhme-Barz, Köln 5.10.2020




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