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Soroptimist International Deutschland im Münchner Presseclub: 100 Jahre eine starke Stimme für Gleichberechtigung im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung

Bei einem hybriden Pressegespräch im Münchner Presseclub ging es um die Rolle von Soroptimist International Deutschland (SID) in der Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit: Nicht erst in ihrem 100. Jubiläumsjahr fühlt sich Soroptimist International (SI) den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet. Die Einhaltung der Menschenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter, ein friedliches Miteinander und ein Eintreten für den Schutz der Umwelt bestimmen bis heute die Handlungsmaximen von SI.

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München – Die global agierende Nichtregierungsorganisation Soroptimist International (SI) versteht sich auch in ihrem 100. Jubiläumsjahr als starke Stimme für Gleichberechtigung und eine nachhaltige Entwicklung. Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hat SID am 6. Juli 2021 zu einem hybriden Pressegespräch im Münchner Presseclub eingeladen. Im Zentrum stand neben einem Rückblick auf das weitreichende Engagement von der Service-Organisation, die sich seit der Gründung für die Gleichstellung der Geschlechter engagiert, auch die weltweite Bedrohung durch den Klimawandel. Beide Themen, so wird klar, hätten während der nunmehr 16 Monate andauernden Pandemie zwar vielerorts an öffentlicher Wahrnehmung, aber keineswegs an Dringlichkeit verloren. Dr. Renate Tewaag, Präsidentin von Soroptimist International Deutschland, betont: „Nach mehr als einem Jahr Pandemie erfahren wir tiefgreifende soziale Veränderungen und eine Retraditionalisierung von Geschlechterrollen –  ein Nährboden für globale Armut und wachsende Ungerechtigkeiten. Die Pandemie und die Klimakrise sind ein Weckruf, um für die nächsten Generationen hartnäckig und gemeinsam lebenswerte Perspektiven zu wahren.“ Als Service-Organisation wolle man hier zivilgesellschaftliche Verantwortung übernehmen und sehe gleichzeitig die Notwendigkeit eines klaren Aktionsplans für mehr Gleichberechtigung.

Appell des Entwicklungsministers Müller

Im Rahmen des Gesprächs äußerte sich auch Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In einer Video-Botschaft sprach er unter anderem über die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele, denen sich auch SID verpflichtet: „Die Ziele sind noch zu erreichen. Aber uns bleiben nur noch wenige Jahre. Das heißt: Handeln – jetzt und mit mehr Entschlossenheit als bisher, um Armut und Hunger zu beseitigen und die weiteren Ziele zu erreichen.“ In diesem Kontext lobte der Minister die Arbeit der Organisation, die „mutig vorangeht, Ungerechtigkeiten anprangert, Bildung und Selbstbestimmung fördert und sich stark macht für Teilhabe, Solidarität, Völkerverständigung und Frieden“ und rief zu einer Beteiligung an der durch ihn initiierten Allianz für Entwicklung und Klima auf.

Gemeinschaftliches Handeln als Basis

In den Münchner Presseclub luden die drei Münchner Clubs SI-Club München, SI-Club München Schwabing und SI-Club München 2002 ein. Unter der Moderation von Dr. Daniela Schaper, Präsidentin des SI-Clubs München, sprachen Dr. Renate Tewaag und Prof. Dr. Estelle Herlyn, selbst Soroptimistin im SI-Club Meerbusch und Wissenschaftliche Leiterin des KompetenzCentrums für nachhaltige Entwicklung an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management Düsseldorf, über die Zusammenhänge zwischen den SI-Themenschwerpunkten und den Nachhaltigkeitszielen. „Die Agenda 2030 ist unser Handlungsrahmen. Eine weltweite Förderung von Mädchen und Frauen kann langfristig nur gelingen, wenn sie mit Umwelt- und Klimaschutz, Bildung, Gesundheit und auskömmlicher Arbeit zusammengedacht wird“, sagt Herlyn. „Der Austausch und die gesamtgesellschaftliche Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen, der Politik und auch der Wirtschaft muss die Grundlage für Weiterentwicklung sein. Anders sind die großen Herausforderungen unserer Zeit kaum zu bewältigen“, findet Tewaag, die den Talk im Münchner Presseclub als „wichtiges Zeichen für gemeinschaftliches Handeln“ sieht.

Breitangelegtes Engagement von SI

Als eine der weltweit größten Service-Organisationen berufstätiger Frauen mit rund 70.000 Mitgliedern in mehr als 100 Ländern hat SI Konsultativstatus bei den Vereinten Nationen, der UNESCO, der ECOSOC und der UNICEF. In ihrer täglichen Arbeit verpflichtet sich die Organisation samt ihren Clubs zur Förderung der Einhaltung der Menschenrechte und der

Gleichstellung der Geschlechter. Mit der weltweiten Jubiläumskampagne „#PlantTrees“ setzt SI zudem ein Zeichen gegen den dramatischen Klimawandel. Darüber hinaus beteiligen sich bereits einige deutsche SI-Clubs in der von Bundesminister Müller initiierten Multiakteurspartnerschaft Allianz für Entwicklung und Klima. In diesem Rahmen unterstützen sie Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, die zugleich zur Bildung und wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen beitragen.

Über den YouTube-Kanal des Münchner Presseclubs ist die gesamte Gesprächsrunde im Münchner Presseclub nochmals in voller Länge abzurufen.

In der aktuellen Ausgabe von Soroptimist Intern, widmet sich der Blickpunktartikel ausführlich der Jubiläumskampagne „#PlantTrees“.

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„Cybermobbing“ – gegen die „neue“ anonyme Gewalt aus dem Netz.

Unser Beitrag für eine digitale Aufklärung.

Cybermobbing, heimliche Aufnahmen, Stalking in sozialen Netzwerken – die digitale Gewalt hat viele Gesichter und nimmt stetig zu – es trifft alle, aber insbesondere Kinder und Jugendliche.

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Einer Studie (Erhebungen des Bündnisses gegen Cybermobbing und der Techniker Krankenkasse) zufolge ist jeder sechste Schüler (17,3 %) von Anfeindungen und Bloßstellungen im Netz betroffen und die Zahl der betroffenen Opfer steigt stetig an.

Die Folgen von Cybermobbing sind für die Opfer oft schwerwiegend und können unter anderem Angst- und Angststörungen, psychosomatische Beschwerden, Schlaflosigkeit, Schuldvermeiden und sozialen Rückzug, sowie depressive Verstimmungen bis hin zu Suizidgedanken umfassen.

Unser Club hat mit dem Projekt den neuralgischen Nerv der Zeit getroffen und unterstützt seit März 2019 die digitale Aufklärung – Cybermobbing, Sexting und Cybergrooming in Schulen. Die Unterstützung findet durch „Comic On!“ statt, einem Präventions- und Tourneetheater, das mit seinen Theaterstücken auf die missbräuchliche Nutzung von Daten in den Sozialen Medien hinweist.

Der Auftaktvortrag zu den Themen Cybermobbing, Kinder/Jugendliche & Internet, Sexting, Cybergrooming hat mit über 60 interessierten Erziehungsberechtigten und Großeltern stattgefunden. Für den Vortrag konnten wir die Rechtsanwältin Gesa Stückmann, spezialisiert auf das Thema Cybermobbing, als Referentin gewinnen. Der Schwerpunkt des Vortrags richtete sich auf rechtliche Aspekte und Begriffserklärungen.

Mit dem Eintrittsgeld und den gesammelten Spenden konnten wir Theateraufführungen von ComicOn! in drei Kölner Schulen sponsern, von denen bereits zwei in 2019 durchgeführt werden konnten. Die dritte musste leider wegen der Pandemie verschoben werden.

Die Theateraufführungen stellen Präventionsmaßnahmen dar, die für unser Projekt vorranging in Kölner Schulen durchgeführt werden und behandeln die Gewalt, die aus dem Internet kommt und droht.

Jede Aufführung besteht aus drei Teilen: 1. Die Schüler*innen werden durch die Schauspieler*innen unter anderem für die Themenfelder Cybermobbing, Sexting, Cybergrooming anhand einigen gestellten Gewaltsituation sensibilisiert, 2.) Im Anschluss an die Theateraufführung diskutieren die Schauspieler*innen mit den Schülern*innen, um letzte Zweifel in der Interpretation von Gewaltsituationen auszuräumen und Fragen zu beantworten, 3. Die Lehrer*innen bereiten die Thematiken pädagogisch mit den Schüler*innen vor und nach.

Durch den dreistufigen Aufbau des Präventionskonzeptes wird sichergestellt, dass das Programm nachhaltig und somit sinnstiftend auf die Zielgruppe wirken kann.

Über die Veranstaltungen mit ComicOn! erreichen wir nicht nur eine große Anzahl an Schüler*innen, sondern geben auch nachhaltige Impulse für die Zukunft, und zwar für einen bewussten und rücksichtsvollen Umgang mit den sozialen Medien. Mit unserem Engagement haben wir die Möglichkeit, schon sehr früh präventiv gegen Gewalt an Frauen, Kinder und Jugendliche einzuwirken. Daher haben sich unsere Clubschwestern darauf verständigt, an diesem Projekt festzuhalten und auch in Zukunft weitere Veranstaltungen mit ComicOn! zu fördern – aufgrund der Pandemie zukünftig mit durchdachten virtuell-digitalen Konzepten.

Darüber hinaus bieten die Theaterstücke zahlreiche Bausteine zur Erlangung des "Medienkompetenz-Siegels“ des Vereins „Prävention 2.0 e. V.“, deren Schirmherrin Soroptimist International Deutschland (SID) ist.

Unser Projekt begründet sich aus unserem SIE Engagement zur „Verhinderung jeglicher Gewalt gegen Frauen und Kinder“ (VIOLENCE AGAINST WOMEN AND CHILDREN) und trifft unser aktuelles SID Motto #befuturized – SID digital: Bildung. Nachhaltigkeit. Gewaltfreiheit.“

Mehr zu unserer Unterstützung von ComicOn! Präventionstheater finden Sie hier.

Mehr zum Thema Orange Days finden Sie hier. 

 

Saliha Selen, Maria Klaas

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„Schutzbrief“ soll Mädchen vor Genitalverstümmelung bewahren

Berlin – Die Bundesregierung will mit einem „Schutzbrief“ dabei helfen, Mädchen vor Genitalverstümmelung zu bewahren.

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Das von mehreren Bundesministern unterzeichnete Dokument mit rechtlichen Hinweisen und Hilfsangeboten sei eine „klare Ansage zum mitnehmen mit dem Bundesadler vorne drauf“, sagte Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) bei der Vorstellung heute in Berlin.

Weibliche Genitalverstümmelung sei eine „archaische Straftat“ und ein Thema, dem „wir uns auch in Deutschland stellen müssen“. Der „Schutzbrief“ im Format eines Reisepasses weist darauf hin, dass weib­liche Genitalverstümmelung in Deutschland strafbar ist – auch bei einer Durchführung im Ausland.

Eltern, die ihre Tochter nicht davor beschützen, machen sich ebenfalls strafbar. Die Teilnahme an einer solchen Tat kann zudem aufenthaltsrechtliche Konsequenzen haben. Der „Schutzbrief“ verdeutlicht zu­dem die physischen und psychischen Folgen für die Betroffenen und verweist auf verschiedene Hilfsan­gebote.

Auf dem dunkelblauen Deckblatt prangt der Bundesadler unter der Überschrift „Die Bundesregierung“. Das Dokument trägt die Unterschriften von Giffey sowie von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, Bundesaußenminister Heiko Maas (beide SPD), Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundes­gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Mädchen, denen Genitalverstümmelung droht, sollen den „Schutzbrief“ bei sich tragen, insbesondere bei Reisen in ihre Herkunftsländer. Zudem soll das Dokument als Handreichung bei Beratungsgesprächen dienen.

Laut Giffey kann der Schutzbrief auf Internetseiten der Bundesregierung heruntergeladen werden und soll zudem in gedruckter Forme bei Beratungsstellen, Hilfsorganisationen und Ärzten ausliegen. Die Mi­nisterin rief die Länder auch, das Dokument auch an Schulen zur Verfügung zu stellen. Der „Schutzbrief“ soll unter anderem auch auf Englisch, Französisch und in verschiedenen afrikanischen und asiatischen Sprachen zur Verfügung gestellt werden.

Die Vorsitzende des gegen weibliche Genitalverstümmelung engagierten Vereins Lessan, Gwladys Awo, lobte den „Schutzbrief“ bei der Pressekonferenz mit Giffey. Ein solches Dokument sei „extrem wichtig“, da gefährdete Mädchen oder deren Eltern damit Verwandten beweisen könnten, dass weibliche Genitalver­stümmelung in Deutschland verboten und strafbar ist.

„Viele Mädchen brauchen das, viele Mütter brauchen das“, sagte Awo. Schätzungen es Bundesfamilien­mi­nisteriums zufolge leben in Deutschland rund 68.000 Frauen, die eine Genitalverstümmelung erlitten haben. Tausende Mädchen gelten als gefährdet.

Laut der Entwicklungsorganisation Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hat die Corona­pandemie das Problem der weiblichen Genitalverstümmelung weltweit deutlich verschlimmert. Berichte aus Ostaf­rika zeig­ten, dass Lockdown und Schulschließungen dazu führten, dass viele Mädchen zu Hause blieben und da­mit der Genitalverstümmelung in ihren Gemeinschaften ausgesetzt seien, erklärte das Hilfswerk heute in Hannover.

„Weltweit wächst der Widerstand unter jungen Frauen und Männern gegen diese Praktik, dennoch steigen die Zahlen weiter“, so der DSW-Geschäftsführer Jan Kreutzberg. „Gerade in Zeiten von COVID-19 müssen noch sehr viel größere Anstrengungen zur Abschaffung dieser Praxis unternommen werden.“

Insbesondere in den am meisten betroffenen Ländern müsse offen über die Auswirkungen der oft rituellen Praktiken gesprochen und Aufklärung geleistet werden. „Nur wenn der Mantel des Schweigens durch­brochen wird, können patriarchalische Strukturen aufgebrochen werden“, betonte Kreutzberg.

Nach Angaben des aktuellen Weltbevölkerungsberichtes des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) sind weltweit über 200 Millionen Frauen von Genitalverstümmelung betroffen. Die Zahl könne demnach von rund 4,1 Millionen jährlicher Fälle in 2020 auf bis zu 4,6 Millionen in 2030 ansteigen. © kna/aerzteblatt.de

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CLUB KÖLN-RÖMERTURM

Soroptimist International ist die weltweit größte Service-Organisation berufstätiger Frauen und versteht sich als Netzwerk mit gesellschaftspolitischem Engagement. SI leistet ideelle, finanzielle und persönliche Hilfe - bei Projekten auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene. 

Soroptimist International Club Köln-Römerturm - Herzlich willkommen!

Unser Club Köln-Römerturm wurde als 46. Club innerhalb SI Deutschland am 28. April 1984 gegründet.

Der Club hat derzeit 42 Mitglieder (Stand Januar 2021)

Wir pflegen Friendship-Links mit 
Danzig (Polen) (SI/ E), Val Brabant-Waterloo (Belgien) (SI/ E)
Great Yarmouth (England) (SI/ GBI) 
Kanazawa (Japan) (SI/ A), Kakamino (Japan) (SI/ A)


Bankverbindung

Soroptimist Köln-Römerturm

Kto.Nr.: 508 409 000

BLZ: 370 400 44 (Commerzbank Köln) 

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