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Unsere Clubschwester Eunice Ising verstarb am 06.01.2021 im Alter von 83 Jahren.// Our club sister EUNICE ISING passed away on Jan. 1, 2021 at the age of 83.

(english see below)

Ihr Mann Hubert, den sie mit viel Geduld und Liebe gepflegt hat, obwohl sie selbst in der letzten Zeit sehr zart geworden war, kam Ende Dezember ins Krankenhaus. Sie ist ihm ein paar Tage später krank gefolgt und hat sich nicht mehr erholt.

Doch ich möchte sie mit euch als fröhliche, humorvolle, englische Lady in Erinnerung behalten. Sie arbeitete in England als Leiterin einer Schule für schwer erziehbare Kinder. Dort lernte sie auch Hubert kennen und lieben, der  auf einer Soldaten-Nostalgiereise das verstaatlichte Schloss besuchte, an dem sie unterrichtete.

Sie folgte ihm nach Deutschland und unternahm mit ihm viele schöne und ausgedehnte Reisen.

Ich erinnere mich daran, wie sie 2008 mit zwei Clubschwestern aus dem Club Köln nach Bethlehem reiste, um dort ein Projekt für kriegstraumatisierte Kinder mit einer Clubspende finanziell zu unterstützen. Das Geld sollte von Hand zu Hand übergeben werden, alles andere war zu risikoreich. Wegen der scharfen Zollkontrolle steckte sich Eunice kurzerhand den kompletten Geldbetrag von 9500.- Euro in ihren BH – und niemand stellte die Rechtschaffenheit dieser englischen Lady mit dem silbergelockten Haar in Frage! Sie hat von dieser Reise so wunderbar lebendig auf ihre englische Art und mit dem ihr eigenen Humor erzählt, dass ich noch heute schmunzeln muss.

Dieses Schmunzeln sollten wir uns bewahren, wenn wir uns an sie erinnern. Schließen möchte ich mit einem für Eunice typischen Zitat: „Stiff upper lip, keep calm and carry on!“

Rest in peace, Eunice!

Susanne Deutschmann, Christa Lohmann

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Her husband Hubert whom she cared for with much patience and love although she herself had recently become very frail, was hospitalized at the end of December. So was Eunice a few days later and she did not recover.

I would like to remember her with you as a cheerful, humorous English lady. She worked in England as head of a school for children with behavioural problems. There she also met and fell in love with Hubert who, on a soldier's nostalgia trip, visited the nationalised castle where she taught.

She followed him to Germany and went on many beautiful and extended trips with him. I remember how she travelled to Bethlehem in 2008 with two Club Sisters from the Cologne Club to financially support a project for children traumatised by war. The money was to be handed over from hand to hand, anything else was too risky. However, facing strict customs control, Eunice unceremoniously carried the entire amount of 9500 Euros in her bra - and nobody questioned the righteousness of this English lady with her silver curly hair! She vividly told us about this trip in her wonderful sense of British humour and it still makes us smile today.

We should keep that smile when we remember her, keeping in mind a typical Eunice quote: “Stiff upper lip, keep calm and carry on!”

Rest in peace - Eunice.

Susanne Deutschmann, Christa Lohmann


„Schutzbrief“ soll Mädchen vor Genitalverstümmelung bewahren

Berlin – Die Bundesregierung will mit einem „Schutzbrief“ dabei helfen, Mädchen vor Genitalverstümmelung zu bewahren. Das von mehreren Bundesministern unterzeichnete Dokument mit rechtlichen Hinweisen und Hilfsangeboten sei eine „klare Ansage zum mitnehmen mit dem Bundesadler vorne drauf“, sagte Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) bei der Vorstellung heute in Berlin.

Weibliche Genitalverstümmelung sei eine „archaische Straftat“ und ein Thema, dem „wir uns auch in Deutschland stellen müssen“. Der „Schutzbrief“ im Format eines Reisepasses weist darauf hin, dass weib­liche Genitalverstümmelung in Deutschland strafbar ist – auch bei einer Durchführung im Ausland.

Eltern, die ihre Tochter nicht davor beschützen, machen sich ebenfalls strafbar. Die Teilnahme an einer solchen Tat kann zudem aufenthaltsrechtliche Konsequenzen haben. Der „Schutzbrief“ verdeutlicht zu­dem die physischen und psychischen Folgen für die Betroffenen und verweist auf verschiedene Hilfsan­gebote.

Auf dem dunkelblauen Deckblatt prangt der Bundesadler unter der Überschrift „Die Bundesregierung“. Das Dokument trägt die Unterschriften von Giffey sowie von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, Bundesaußenminister Heiko Maas (beide SPD), Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundes­gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Mädchen, denen Genitalverstümmelung droht, sollen den „Schutzbrief“ bei sich tragen, insbesondere bei Reisen in ihre Herkunftsländer. Zudem soll das Dokument als Handreichung bei Beratungsgesprächen dienen.

Laut Giffey kann der Schutzbrief auf Internetseiten der Bundesregierung heruntergeladen werden und soll zudem in gedruckter Forme bei Beratungsstellen, Hilfsorganisationen und Ärzten ausliegen. Die Mi­nisterin rief die Länder auch, das Dokument auch an Schulen zur Verfügung zu stellen. Der „Schutzbrief“ soll unter anderem auch auf Englisch, Französisch und in verschiedenen afrikanischen und asiatischen Sprachen zur Verfügung gestellt werden.

Die Vorsitzende des gegen weibliche Genitalverstümmelung engagierten Vereins Lessan, Gwladys Awo, lobte den „Schutzbrief“ bei der Pressekonferenz mit Giffey. Ein solches Dokument sei „extrem wichtig“, da gefährdete Mädchen oder deren Eltern damit Verwandten beweisen könnten, dass weibliche Genitalver­stümmelung in Deutschland verboten und strafbar ist.

„Viele Mädchen brauchen das, viele Mütter brauchen das“, sagte Awo. Schätzungen es Bundesfamilien­mi­nisteriums zufolge leben in Deutschland rund 68.000 Frauen, die eine Genitalverstümmelung erlitten haben. Tausende Mädchen gelten als gefährdet.

Laut der Entwicklungsorganisation Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hat die Corona­pandemie das Problem der weiblichen Genitalverstümmelung weltweit deutlich verschlimmert. Berichte aus Ostaf­rika zeig­ten, dass Lockdown und Schulschließungen dazu führten, dass viele Mädchen zu Hause blieben und da­mit der Genitalverstümmelung in ihren Gemeinschaften ausgesetzt seien, erklärte das Hilfswerk heute in Hannover.

„Weltweit wächst der Widerstand unter jungen Frauen und Männern gegen diese Praktik, dennoch steigen die Zahlen weiter“, so der DSW-Geschäftsführer Jan Kreutzberg. „Gerade in Zeiten von COVID-19 müssen noch sehr viel größere Anstrengungen zur Abschaffung dieser Praxis unternommen werden.“

Insbesondere in den am meisten betroffenen Ländern müsse offen über die Auswirkungen der oft rituellen Praktiken gesprochen und Aufklärung geleistet werden. „Nur wenn der Mantel des Schweigens durch­brochen wird, können patriarchalische Strukturen aufgebrochen werden“, betonte Kreutzberg.

Nach Angaben des aktuellen Weltbevölkerungsberichtes des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) sind weltweit über 200 Millionen Frauen von Genitalverstümmelung betroffen. Die Zahl könne demnach von rund 4,1 Millionen jährlicher Fälle in 2020 auf bis zu 4,6 Millionen in 2030 ansteigen. © kna/aerzteblatt.de

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